Die U23 ist ein wichtiges Sprungbrett für Talente
- Uli Mentrup
- 24. Sept.
- 2 Min. Lesezeit

Wenn die erste Mannschaft in der Regionalliga spielt, dann ist es eher ungewöhnlich, wenn die zweite nur eine Klasse darunter in der Oberliga aufläuft. Für den SV Meppen ist genau diese Konstellation jedoch gewollt und Gold wert. „Es ist super, dass wir für unsere Talente eine gute Station haben nach der U19, um Spielpraxis zu sammeln, wenn es nicht direkt für den Regionalliga-Kader reicht“, erklärt der Sportliche Leiter Olufemi Smith.
„Es sind ja die wenigsten, die den direkten Sprung in die erste Mannschaft schaffen. Die anderen gehen ins Oberliga-Team, um sich da weiterzuentwickeln. Denn Entwicklung ist nach der U19 bei weitem nicht abgeschlossen“, weiß Lucas Beniermann. Der Trainer der Ersten ist gleichzeitig Koordinator für den Übergangsbereich und hat selbst viele Erfahrungen am Nachwuchsleistungszentrum Emsland (NLZ) gesammelt.
„Ohne das NLZ würde die U23 nicht in dieser hohen Klasse spielen“, stellt deren Trainer Carsten Stammermann fest. „Von der Professionalisierung des Nachwuchsbereichs in den vergangenen Jahren“, sagt Beniermann, „profitieren nicht nur die Talente, sondern auch der Verein.“
Einige Namen machen es deutlich: Mit Torwart Julius Pünt, Niclas Wessels und Rückkehrer Thorben Deters haben Eigengewächse sich in der Ersten etabliert. Im Kader haben Lasse Zumdieck, Malte Zumdieck und Amin Muja schon wichtige Erfahrungen in der Regionalliga gesammelt. Die in diesem Sommer neu dazu gestoßenen Jonas Goldenstein (in Emden) und Mika Herrmann (bei Werder II) haben bereits ihr Debüt gegeben.
Am Beispiel Herrmann macht Beniermann die enge Zusammenarbeit mit der U23 deutlich: „Dass Mika bei uns debütiert hat, resultiert auch aus guten Auftritten in der Oberliga und gutem Training bei uns.“ Der Austausch zwischen Beniermann, Smith und U23-Coach Stammermann ist eng. „Die Spiele in der U23 helfen Mika näher heranzurücken. Und es geht ja darum, den Übergang möglichst einfach zu machen.“ Smith unterstreicht: „Für die Toptalente, die vielleicht schon im Regionalliga-Kader sind, ist natürlich auch wichtig, da eine Mannschaft zu haben“, betont Smith.
Ganz bewusst hat der Verein die U23 in diesem Sommer verjüngt und großen Wert auf „Meppener Stallgeruch“ gelegt. 15 Spieler stammen aus dem NLZ, wurden an der Talentschmiede oft jahrelang ausgebildet. Einige sammelten bereits Regionalliga-Erfahrung. „Es ist eine echte U23 geworden - eine Meppener Truppe“, sagt der Sportliche Leiter des NLZ, Tim Körner.
Die junge Mannschaft schlägt sich in der Oberliga beachtlich. Dass die Spieler in der Jugend in den höchsten Ligen gespielt hätten, komme ihnen zugute. Sie hätten aber auch schon Qualität mitgebracht, weiß Stammermann. Dass die Spieler zuvor schon in den höchsten Jugendklassen aktiv waren, zahle sich aus. Gleichzeitig rücken regelmäßig Akteure aus dem Regionalliga-Kader in die U23, um Spielpraxis zu sammeln. „Sie wären sicherlich lieber im Kader der Ersten, aber ich glaube, sie haben erkannt, dass sie sich nur über die Spielzeit bei der U23 für oben empfehlen können“, sagt Stammermann.
Im Übergangsbereich ab der U17 sind laut Beniermann die Wege ganz kurz. Im Oktober ist ein Perspektivspiel geplant mit Kickern von der ersten Mannschaft bis zur U17. Fußballer aus dem Regionalliga-Kader machen als Co-Trainer in den Nachwuchsteams die enge Verzahnung deutlich: Erik Zenga bei der U19, Kapitän Jonas Fedl bei der U17. „Wir versuchen dem Ganzen viel Struktur zu geben“, erklärt Beniermann.







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