U12 und U13: Neue Aufgaben für die alten Trainer
Die Trainer in den jüngsten Altersstufen beim NLZ Emsland bleiben. Dennoch gibt es Veränderungen: Ingo Schröder übernimmt in der neuen Saison die U12, Alex Homann wechselt mit dem aktuell jüngsten Jahrgang in die U13. Ab Sommer startet die U12 - wie jetzt schon die U13 - im Nordcup der norddeutschen Nachwuchsleistungszentren. Nicolas Kunz ist für die Koordination im Grundlagenbereich zuständig.
„Nico soll den Übergang von der U12 und U13 Richtung Aufbaubereich U14 und U15 verbessern und auch inhaltlich noch klarer strukturieren“, erläutert der Sportliche Leiter des NLZ Emsland, Tim Körner, die Aufgabe von Kunz. „Wir wollen versuchen, die Jungs bestmöglich auf die nächsten Schritte vorzubereiten und die Entwicklungfortschritte maximieren.“ Mit Schröder und Homann verfüge das NLZ über zwei hervorragende Trainer, um die nächste Generation an Spielern vorzubereiten. „Sie entwickeln und begleiten in der kommenden Saison die Talente der U12 und der U13 jeweils im Nordcup, in dem die Spieler erstmals Erfahrung auf höchstem Niveau sammeln.“
Schröder wechselt von der U13 zur U12. Die Trainer begleiten die Teams zwei Jahre, damit die jüngsten Talente Zeit haben, in Ruhe im NLZ anzukommen. Schröder verfügt über viel Erfahrung: Er ist aktuell im vierten Jahr beim NLZ, war zuvor schon zwei Serien dabei. Er ist im 21. Jahr Kreisauswahltrainer. Zu einem seiner ersten Jahrgänge, erinnert sich der 55-Jährige, gehörte Thorben Deters, der heute in der Meppener Regionalliga-Mannschaft spielt. Für den Coach ist nicht nur die fußballerische Ausbildung, sondern auch die Vermittlung von Werten wichtig, „die zum Fußball, zum Mannschaftssport dazugehören“, wie Respekt vor dem Gegner und auch dem Trainer, dem Schiedsrichter, Ordnung, Disziplin“.
Schröder kennt sich bereits aus mit dem Nordcup. In diesem Wettbewerb startet ab der neuen Saison auch die U12. Die U14 und die U13 haben bereits Erfahrungen gesammelt. Schröder ist begeistert vom Nordcup. Gegen Konkurrenten der anderen NLZ, die das Format schon kannten, „haben unsere Kinder unwahrscheinlich viel gelernt in diesem halben Jahr, weil sie sich ganz schnell anpassen mussten.“ Denn das Niveau ist deutlich höher als in Punktspielen auf Kreisebene. „Es wird viel schneller gespielt und zweikampfbetonter.“ Zudem spielen auf dem Kleinfeld fast alle Talente gleichzeitig: Es laufen jeweils zwei Teams eines Vereins (Twin-Games) parallel auf. Fünf Feldspieler bei der U12 (sechs bei der U13) plus Torwart sowie zwei weitere Spieler zum Wechseln.
Homann muss sich muss sich mit seinem Team umstellen. In der aktuellen Saison hat die U12 die Kreisliga dominiert, nur das letzte Spiel verloren. Im Sommer wird das Feld kleiner. Darauf spielen nur noch sieben statt neun Fußballer pro Team. Der Coach, der auch schon Herrenteams wie BW Papenburg und Sparta Werlte betreut hat, versucht seine Talente im Training daran zu gewöhnen.
„Durch meinen Beruf als Sportlehrer ist es mein Ziel, die Erfahrungen an die Kids weiterzugeben“, sagt Homann. Im Herrenbereich habe er vieles erlebt, in der Talentausbildung komme immer wieder etwas Neues hinzu. Er müsse mit ihnen noch viele Grundlagen trainieren. „Wie verbessern wir das Passspiel? Wie bringen wir ihnen bei, sich gegen körperlich überlegene Gegenspieler durchzusetzen?“ Dabei legt Homann großen Wert auf eine ganzheitliche Entwicklung. Auch Leichtathletiktraining und Boxen stand schon auf dem Programm. „Wir bilden das Fundament für die nächsten Jahrgänge aus“, kennt Homann die Aufgabe.

Kunz, der auch die U15 trainiert, schätzt die Bedeutung des Nordcups hoch ein. „Das ist wichtig für die Entwicklung der Spieler, die viele Einsatzzeiten bekommen.“ Zudem: „Ein sehr schnelles Spiel, wo man sehr schnell Entscheidung treffen muss, und das gegen die besten Spieler Norddeutschlands in den Altersklassen.“
Neben dem NLZ Emsland sind der VfL Wolfsburg, Eintracht Braunschweig, Hannover 96, VfL Osnabrück, Werder Bremen, Hamburger SV, FC St. Pauli, Holstein Kiel und in der U13 zusätzlich Hansa Rostock dabei. Die Belastung wird höher. Bei allem Leistungsanspruch, so Kunz, solle es trotzdem möglichst kindgerecht zugehen. Generell sollen Talente der D-Jugend nicht zu lange zum Training fahren (30 Minuten). Beim Nordcup sind vier Gastspieler erlaubt. Die können auch aus größerer Distanz kommen und einmal die Woche an einer Einheit in Meppen teilnehmen. Ansonsten trainieren sie beim Heimatverein.





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