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Kreisfußballverband und NLZ Emsland kooperieren bei Trainerausbildung

Foto: NLZ
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Vor ein paar Jahren hat der Niedersächsische Fußballverband (NFV) seine Ausbildung zur Trainer-C-Lizenz umgestellt. Jetzt haben der Kreisfußballverband Emsland und das Nachwuchsleistungszentrum Emsland (NLZ) erstmals gemeinsam einen Lehrgang zum Erwerb des Kinder-Trainer-Zertifikats (KiTZ) ausgerichtet. Die Resonanz war ausgesprochen positiv. Diese Zusammenarbeit soll fortgesetzt und sogar noch weiter intensiviert werden. „Das ist eine Win-win-Situation für alle Beteiligten. Wir können den Fußball in der Region gemeinsam stärken“, betont der Sportliche Leiter des NLZ, Tim Körner.


Die Ausbildung zur Trainer-C-Lizenz beginnt jetzt mit einem relativ niederschwelligen Einstieg, dem Kinder-Trainer-Zertifikat bzw. dem Jugendtrainer-Zertifikat (JuTZ). Nachdem bereits einige dieser Maßnahmen in der Region durchgeführt wurden, haben NFV und NLZ erstmals bei einem Lehrgang zum Erwerb des Kinder-Trainer-Zertifikats kooperiert. Die Idee entstand bei einem gemeinsamen Austausch über Fortbildungsmöglichkeiten für C-Lizenz-Trainer. Dabei wurde deutlich, dass es einen Bedarf an qualifizierten Referenten gibt. „Wir haben Trainer, die viel über Fußball und das Trainerdasein wissen. Und das Know-how geben sie gerne weiter“, erklärt Körner. Rainer Sobiech, Coach der U17 des NLZ, und Lennart Berning, Trainer in der U14, haben den ersten gemeinsamen Lehrgang geleitet. Sie wissen, wie wichtig die Grundlagen der Ausbildung gerade im jüngsten Nachwuchsbereich sind. 

Der KiTZ-Lehrgang ist als Einstieg der erste Baustein auf dem Weg zur Trainer-C-Lizenz. Er richtet sich an Trainer von Minikickern bis E-Junioren, also den jüngsten Talenten ab etwa vier bis elf Jahren. Es sei wichtig, ihnen Spaß und Freude am Sport zu vermitteln, sagt Sobiech. „Wir wollen den Trainern eine Handlungsgrundlage mitgeben. Das ist eine super Sache, um flächendeckend eine gute Basis zu schaffen.“


Die Ausbildung umfasste 20 Lerneinheiten mit drei Online-Modulen und zwei Präsenzterminen in Meppen. Inhalt waren auch die neuen Wettbewerbsformate, Ziele und Spielideen des Kinderfußballs sowie Organisation und Durchführung altersgerechter Trainingseinheiten. Berning und Sobiech gaben zudem praxisnahe Tipps, wie sich Spielfelder anpassen und unterschiedliche Trainingsschwerpunkte setzen lassen. Sobiech zeigte sich beeindruckt von den „sehr disziplinierten, engagierten und wissbegierigen Teilnehmern. „Das war eine tolle Veranstaltung.“ Die Resonanz sei ebenfalls positiv gewesen. Für das NLZ war es ein guter Schritt, die Angebote für seine Partnervereine, wie etwa Fortbildungen oder Demo-Einheiten, durch die Kooperation mit dem NFV-Kreis Emsland auch für andere Interessierte zu öffnen. „So erreichen wir noch mehr Trainer“, sagt Körner. Neben dem Fußballkreis Emsland haben auch Vereine aus der Grafschaft Bentheim und Friesland das Angebot angenommen.


Der Qualifizierungsausschuss im NFV-Kreis Emsland möchte eine Aus- und Fortbildungsoffensive für den emsländischen Fußball starten und dabei stärker mit dem NLZ und der vom NFV neu eingerichteten „Trainerakademie vor Ort“ (TrAvO) kooperieren. Es werden künftig eine Vielzahl von Lehrgangsmaßnahmen, verteilt über die gesamte Region, angeboten. Dazu werden aktuell interessierte Trainer in einem „Referentenpool“ zusammengefasst und in den neuen Ausbildungsformaten geschult.


Friedhelm Forbriger als kommissarischer Vorsitzender des Qualifizierungsausschusses im Emsland äußerte sich ebenfalls optimistisch: „Wir streben weiterhin eine intensive Kooperation mit dem NLZ Emsland und damit deren sehr qualifizierten Trainern an. Dadurch erhoffen wir uns, die Qualität der Ausbildungsmaßnahmen nachhaltig steigern zu können, zum Nutzen aller unserer Fußballvereine im Emsland und besonders auch zum Wohle der Jugend!“ Und weiter: „Wir befinden uns gerade in einem gewissen Umstrukturierungsprozess, in dem wir als Pilotregion etwas Neues entwickeln und ausprobieren sollen, was dann entsprechend evaluiert und gegebenenfalls über den gesamten NFV-Bereich ausgerollt werden soll!“ Forbriger erhofft sich dabei, dass dieser Prozess von allen Beteiligten konstruktiv begleitet und weiterentwickelt wird.

 
 
 

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