Das NLZ Emsland fördert die vielseitige Ausbildung
- Uli Mentrup
- 30. Sept.
- 2 Min. Lesezeit

„Das war einfach überragend. Man hat schon nach einer Stunde gesehen, dass die Kids einen ganz anderen Laufstil hatten.“ Alex Homann, Trainer der U12 beim Nachwuchsleistungszentrum Emsland (NLZ), ist begeistert nach der ersten Einheit der jungen Fußballtalente mit der Werlter Leichtathletin Luisa Jüngerink. Auch Meppens Athletikcoach Thorben Kampel kennt die Bedeutung der multisportiven Ausbildung der Nachwuchskicker. „Das ist ein goldenes Lernalter. Davon profitiert man noch als Erwachsener.“
Die U12 nutzt die Erfahrung von Jüngerink. „Eine absolute Expertin“, weiß Homann. „Das ist so fachspezifisch, das kann man als Fußballtrainer nicht leisten.“ Jüngerink habe jede Übung genau vorgemacht. In der ersten Einheit standen auch Dehnung, Koordination, Wettkämpfe, Hürdensprünge auf dem Programm. Mit seinen Talenten will Homann künftig alle zwei Wochen in Werlte erst eine Leichtathletik-Einheit ansetzen und danach fußball-spezifisch trainieren.
Vor allem ist Homann überrascht von der schnellen Wirkung des neuen Inputs. „Wir müssen den Kids die richtige Lauftechnik mitgeben. Je früher wir anfangen, desto besser.“ Die Spieler sollen nicht nur auf den ersten Metern Zehntelsekunden schneller werden. Auch Jüngerink sei angetan gewesen von der Einheit. „Das sind alles motivierte Jungs, die den Wettkampf mögen“, stellt Homann fest.
Für Kampel ist es wichtig, dass die jungen Fußballer auch andere Sportarten kennenlernen. Dann sammelten sie spielerisch in Wettkämpfen verschiedene Bewegungserfahrungen und lernten die Aufgaben auch im Fußball zu meistern. Es gebe schon viele Studien und Ideen zur praktischen Umsetzung. „Wir versuchen das Bestmögliche für einen Meppen-Standard umzusetzen.“ Zudem diene es der Gesunderhaltung. „Es hat nur Vorteile.“
Um etwas aus dem Bereich Handball oder Basketball umzusetzen, brauche man keine Handballtore oder Basketballkörbe erläutert Kampel. „Im Endeffekt geht's ja darum, dass Kinder in dem Bereich auch Wettkampferfahrung bekommen.“ Beim Spikeball gebe es verschiedene Bewegungen, „die man im Fußball gar nicht mehr so hat.“ Beim Rugby („natürlich ohne Zweikämpfe“) sei es athletisch interessant, wie man sich im Lauf gegen zwei Gegenspieler durchsetzt. Gleichzeitig müsse der Spieler beachten, dass er mit dem Ball nach vorn laufe, aber nur nach hinten passen dürfe.
Beim NLZ Emsland beginnt die multisportive Ausbildung bei der U12 oder U13. In den älteren Jahrgangsstufen geht es nach Kampels Aussage hin zu einem immer strukturierteren Training zum Fußball.







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